Im längsten Strand Menorcas baden
Mit etwas mehr als drei Kilometern feinem Sand und flachem Wasser ist der Strand von Son Bou der längste Strand Menorcas. Das hat einen praktischen Vorteil: Selbst in der Hochsaison wirkt er selten überfüllt, da sich Besucher leicht auf die verschiedenen Strandabschnitte verteilen können. Im Westen nimmt die Zahl der Badegäste deutlich ab, die Vegetation reicht bis fast an den Strand heran und die Atmosphäre wird ruhiger. In diesem Bereich entscheiden sich einige Besucher auch für das FKK-Baden.
Das Wasser bleibt entlang fast der gesamten Küstenlinie flach und macht Son Bou zu einem der sichersten Strände Menorcas für Familien mit kleinen Kindern. Der sanfte Einstieg ins Meer ermöglicht es Kindern, lange am Ufer zu spielen, ohne dass das Wasser schnell tief wird. Vor Ort können Sonnenliegen und Sonnenschirme gemietet werden, mehrere Strandbars sorgen für Erfrischungen und ein großer Parkplatz ist bequem über die Straße von Alaior aus erreichbar.
Die Sonnenuntergänge am westlichen Ende von Son Bou verdienen besondere Aufmerksamkeit. Dank der Ausrichtung des Strandes nach Südwesten und der fehlenden Bebauung in diesem Abschnitt lässt sich die Sonne ungehindert über dem Mittelmeer untergehen sehen. Es lohnt sich, mindestens einen Abend dafür einzuplanen.
Die frühchristliche Basilika von Son Bou entdecken
Am östlichen Ende des Strandes, fast auf Höhe des Sandes, befinden sich die Überreste einer Basilika aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. Sie zählt zu den am besten erhaltenen frühchristlichen Bauwerken der Balearen. Ihre Lage nur wenige Schritte vom Meer entfernt verleiht ihr eine ganz besondere Atmosphäre. Seit den 1950er Jahren haben archäologische Ausgrabungen den vollständigen Grundriss der Kirche freigelegt – mit Mittelschiff, Apsis und Baptisterium. Der Besuch ist kostenlos und frei zugänglich.
Auch ohne besonderes Interesse an Archäologie lohnt sich ein Besuch. Ein Bauwerk aus dem 5. Jahrhundert direkt am Mittelmeer zu sehen, mit demselben Blick auf das Meer wie einst seine Erbauer, verleiht einem Strandtag eine ganz neue historische Dimension.
Torre d'en Galmés besuchen
Weniger als vier Kilometer von Son Bou entfernt, an der Straße nach Alaior, befindet sich die talayotische Siedlung Torre d'en Galmés. Sie ist die größte prähistorische Siedlung der Balearen und eine der besterhaltenen Stätten der talayotischen Kultur Menorcas. Der Ort war über mehr als tausend Jahre hinweg – von der späten Bronzezeit bis in die Römerzeit – durchgehend bewohnt.
Die Ausgrabungsstätte umfasst mehrere Talayots – die runden Steintürme, nach denen diese Kultur benannt ist –, Wohngebäude, eine Taula-Kultstätte sowie einen Hypostylsaal. Während der Hauptsaison werden Führungen angeboten, die die Geschichte der einzelnen Bereiche näher erläutern. Doch auch ein individueller Rundgang lohnt sich. Informationstafeln stehen auf Spanisch und Englisch zur Verfügung und das Gelände lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. An klaren Tagen reicht der Blick bis zur Südküste Menorcas und zum Strand von Son Bou.
Den Camí de Cavalls erkunden
Der Camí de Cavalls (GR-223) ist ein historischer Fernwanderweg, der die gesamte Küste Menorcas auf rund 185 Kilometern umrundet. Son Bou liegt an der achten Etappe, die den Strand von Sant Tomàs mit Cala en Porter verbindet. Die komplette Strecke umfasst 14,5 Kilometer, kann aber problemlos in kürzere Abschnitte unterteilt werden, die direkt in Son Bou beginnen.
In östlicher Richtung führt der Weg entlang spektakulärer Klippen und kleiner Buchten bis nach Cala en Porter und bietet während des größten Teils der Wanderung beeindruckende Ausblicke auf das Meer. Nach Westen gelangt man bis zum Strand von Sant Tomàs. Beide Strecken eignen sich für Wanderer mit durchschnittlicher Kondition. Von Wanderungen während der heißesten Stunden im August wird jedoch abgeraten. Am angenehmsten sind die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag.
Vögel in der Lagune Ses Canessies beobachten
Direkt hinter dem Strand, nur durch einen schmalen Vegetationsstreifen getrennt, liegt die Süßwasserlagune Ses Canessies. Dieses Feuchtgebiet dient zahlreichen Wasservogelarten als Brut- und Nahrungsgebiet. Besonders im Frühling und Frühsommer herrscht hier reges Leben. Von den Beobachtungspunkten aus lassen sich Reiher, Enten, Blässhühner und mit etwas Geduld auch scheuere Vogelarten zwischen dem Schilf entdecken.
Für den Besuch ist keine besondere Ausrüstung erforderlich, ein Fernglas verbessert das Naturerlebnis jedoch erheblich. Der Zugang ist kostenlos und vom Strand aus gut ausgeschildert.
Wassersport betreiben
Die Bedingungen am Strand von Son Bou – ruhiges Wasser, flache Uferbereiche und offenes Meer – eignen sich hervorragend für verschiedene Wassersportarten. Direkt am Strand können Kajaks und Stand-up-Paddle-Boards gemietet werden, sowohl für Einsteiger als auch für längere Touren entlang der Küste. Besonders lohnenswert ist das Schnorcheln an den beiden Enden des Strandes, wo der Sand in felsige Bereiche mit einer vielfältigen Unterwasserwelt übergeht.
Wer noch mehr von der Küste entdecken möchte, kann von Son Bou aus an Bootsausflügen teilnehmen, die zu den schönsten Buchten im Süden Menorcas führen – darunter auch einige, die ausschließlich vom Meer aus erreichbar sind. Wenn Sie einen ganzen Tag Zeit haben und das Wetter mitspielt, gehört dies zu den schönsten Möglichkeiten, die Küste zu erleben.
Ausflüge ab Son Bou: Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Dank seiner Lage in der Gemeinde Alaior ist Son Bou ein idealer Ausgangspunkt, um sowohl das Inselinnere als auch die Südküste Menorcas zu erkunden. Alaior liegt nur etwa acht Kilometer entfernt und begeistert mit einem traditionellen Ortskern, einem lokalen Markt und typischer menorquinischer Architektur. Mahón, die Inselhauptstadt, befindet sich rund 20 Kilometer entfernt und eignet sich hervorragend für einen Halbtagesausflug. Besonders sehenswert ist ihr Naturhafen – nach Gibraltar der zweitgrößte natürliche Hafen des Mittelmeers.
Etwa zwölf Kilometer östlich von Son Bou liegt Cala en Porter, ein weiteres beliebtes Ausflugsziel. Neben seiner schönen Badebucht ist vor allem die Cova d'en Xoroi bekannt – eine spektakuläre Naturhöhle in den Steilklippen mit beeindruckendem Meerblick, die sich ab Sonnenuntergang in eine Bar und später in einen Nachtclub verwandelt.
Übernachten in Son Bou
Um alles, was Son Bou zu bieten hat, in vollen Zügen zu genießen, empfiehlt es sich, direkt vor Ort zu übernachten. Das Valentin Son Bou Hotel & Apartments liegt unmittelbar gegenüber dem Strand und ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Zugang zum Meer. Das Premium-All-inclusive-Angebot sorgt für maximale Flexibilität während des Aufenthalts, ohne sich Gedanken über Mahlzeiten machen zu müssen. Gleichzeitig ist das Hotel ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zur Torre d'en Galmés oder Wanderungen auf dem Camí de Cavalls, die beide in wenigen Minuten mit dem Auto erreichbar sind.
Häufig gestellte Fragen zu Son Bou
Wie lang ist der Strand von Son Bou?
Der Strand von Son Bou ist etwas mehr als drei Kilometer lang und damit der längste Strand Menorcas.
Gibt es Parkplätze in Son Bou?
Ja. Direkt an der Straße von Alaior befindet sich ein kostenloser Parkplatz mit bequemem Zugang zum Strand.
Ist der Strand von Son Bou für Kinder geeignet?
Ja. Dank des flach abfallenden Strandes und des seichten Wassers zählt Son Bou zu den familienfreundlichsten Stränden Menorcas und eignet sich besonders gut für kleine Kinder.
Wie weit ist Son Bou von Mahón entfernt?
Son Bou liegt etwa 20 Kilometer von Mahón entfernt. Die Fahrt über Alaior dauert rund 25 Minuten mit dem Auto.
Was ist die Torre d'en Galmés?
Die Torre d'en Galmés ist die größte talayotische Ausgrabungsstätte der Balearen. Sie liegt rund vier Kilometer von Son Bou entfernt, war von der späten Bronzezeit bis zur Römerzeit bewohnt und kann während der Tourismussaison besichtigt werden.